Space Chaser

Booking Agent

Maik Weinhardt
maik@dragon-productions.com

All regions

Biography

Der Nervenkitzel, den Weltklasse-Thrash erzeugt, ist etwas Unvergleichliches, und kaum jemand wahrt den Geist und Sound des Genres auf so mitreißende Weise wie die Berliner Space Chaser. Die Band kehrt nun zu ihrem zehnten Jahrestag mit ihrem dritten Album Give Us Life zurück und bestätigt ihre Bedeutung für die Szene. „Wir spielen zeitgemäßen Thrash Metal, wenn man es so nennen will, und arbeiten zwar noch mit Elementen der ‚alten Schule‘, die jeder liebt, versuchen aber auch, einige der Einflüsse einzubinden, denen wir uns selbst aussetzen. Diese Art von Musik hat sich während der letzten zehn Jahre stark weiterentwickelt, was natürlich nicht an uns vorbeigegangen ist. Dennoch ist das, was wir machen, nach wie vor Thrash, bloß dass wir hoffen, ihn etwas überzeugender ins Jahr 2021 überführen zu können.

Die Band fühlte sich in den fünf Jahren, die seit ihrer zweiten Platte Dead Sun Rising (2016) ins Land zogen, unter Druck gesetzt, was aber lediglich dazu führte, dass sie sich verbesserte. Sie war mit den Demos unzufrieden, an denen sie zunächst feilte, und wusste die hinzugewonnene Reife zu schätzen, die sich über einen so ausgedehnten Zeitraum hinweg einstellt. Dies vermittelte ihr das Selbstbewusstsein, den nächsten Schritt zu wagen. „Wenn man so wenig herausbringt wie wir, beschleicht einen der Eindruck, man müsse etwas beweisen, sowohl sich selbst als auch den Fans und jedem gegenüber, der dich schon abgeschrieben hat. Wir haben wirklich das ganze Material verworfen und komplett neues geschrieben. Im Ernst, nur eine Handvoll Riffs dürften erhalten geblieben und auf dem neuen Album gelandet sein.“ Space Chaser hatten genaue klangliche Vorstellung: Die Musik sollte finsterer und brutaler als zuvor sein, wobei sie nun endlich bereit waren, dies auch entsprechend umzusetzen. „Wahrscheinlich wundern sich einige Leute über die Death-Metal-Parts in einigen Songs. Sie harmonieren prächtig mit unserem thrashigen Sound der thrashigen Stimme unseres Sängers Siggi. Wir haben weniger Mitsing-Passagen als früher, und die Produktion ist wesentlich satter, derber ausgefallen, weshalb die Gitarre auf Dead Sun Rising im Vergleich zu unserem neuen Stoff fast zahm klingen.“ Selbstverständlich kann man sich als Combo mit althergebrachter Klangästhetik schwertun, der Musik einen unverbrauchten, originellen Anstrich zu verleihen, was der der Band auch bewusst war, also nahm sie sich vor, keinen Abklatsch von etwas schon Dagewesenen zu komponieren. „Wir verkneifen uns Methoden à la ‚schreiben wir ein reinrassiges Thrash-Stück‘ und lassen lieber alles auf uns zukommen, selbst wenn es im ersten Augenblick nicht zu uns zu passen scheint. Wir spielen Thrash, weil wir diesen Stil am liebsten haben, hören aber auch viel Death Metal, Hardcore und Punk, die sich logischerweise auch in unseren Liedern wiederfinden.“

Obwohl die Musiker ihre Texte ernst nehmen, lassen sie auch heitere Momente wie ´Army Of Awesomeness´ zu. In erster Linie fühlen sie sich aber zu dystopischen Sciencefiction-Geschichten mit realitätsbezogenem, wissenschaftlichen Hintergrund und Carl Sagans Schaffen hingezogen, denn „über eine sterbende Sonne zu singen, die zu einem Schwarzen Loch wird und Galaxien verschlingt, macht immer noch großen Spaß.“ Das epische Ausmaß des Themas, das der Titeltrack behandelt, dürfte kaum zu überbieten sein – die Entstehung des Lebens und sein unausweichliches Ende von der kleinst- zur größtmöglichen Ebene. „Leben und Tod, beide sind mit Gewalt verbunden. Fällt ein Stern in sich zusammen und wird zu einem Weißen Zwerg, wird er bald genauso wie alles Leben vergehen, ob biologisch oder nichtbiologisch. Eine Sternexplosion oder Supernova verbreitet hingegen Elemente, die zur Entstehung von Leben erforderlich sind, und der Kreislauf beginnt von Neuem. Tausende Welten müssen verschwinden, damit neue entstehen, wo sich wiederum Leben entwickelt.“ ´Juggernaut´ läuft in einem vergleichsweise übersichtlichen Rahmen ab, lässt aber inhaltlich trotzdem Muskeln spielen und fügt sich deshalb klaglos in die Wüterei der Band ein. „Wir haben uns einen Panzer wie eine Superfestung vorgestellt, der vor Jahrtausenden zu nur einem Zweck gebaut wurde; alles zu töten, was ihm in den Weg kommt. Er ist mehrere Hundert Meter lang, breit und hoch und rollt allein an altertümlichen Ruinen entlang durch verwüstete Landschaften, weil er schon vor Urzeiten alles ausradiert hat. Man weiß nicht, ob sich noch jemand in seinem kalten, dunklen Inneren befindet, draußen lebt jedenfalls nichts mehr. Ausgestattet mit Tausenden von Artilleriekanonen und den Flaggen der Armeen, die er niedergemacht hat, stellt er die noch herumgeisternde Krone der Kriegsführung dar.“ Auch ´Dark Descent´ kombiniert Zukunftsfiktion mit Technologie zu abseitigem Grusel. „Nachdem es der Menschheit endlich gelungen ist, über ihr Sonnensystem hinaus zu reisen, stellt sie fest, dass jemand oder etwas unmittelbar hinter der Grenze eine gewaltige Dyson-Sphäre gebaut hat. Die Schwerkraft ist so hoch, dass sie auf der Oberfläche bruchlandet und ihr Schiff Schaden nimmt, sodass sie nur überleben können, wenn sie es schafft, in die Sphäre einzudringen. Als es soweit ist, finden sie einen glimmenden, beinahe toten Stern darin vor, dessen Bewohner längst verschwunden sind, da sie das Tor zu einem anderen Universum des totalen Chaos öffneten. Ich dachte dabei an die Storys von H.P. Lovecraft – etwas, das uns Menschen so fremdartig vorkommt, dass uns regelrecht davor graut.“

Das Album wurde im Stammstudio der Band aufgenommen dem Hidden Planet in Berlin. Betreiber Jan Oberg mag in der Metal-Szene unbekannt sein, wie die Jungs einräumen, erfüllt aber nichtsdestoweniger internationale Maßstäbe. Gitarrist Leo Schacht und Drummer Matthias Scheuerer produzierten die Songs mit Obergs Hilfe, bevor Dan Swanö das Mastering in seinen Unisound Studios übernahm. „So glatt ist noch keine unserer Aufnahmen gelaufen. Alle waren gründlich vorbereitet, und jede Idee funktionierte so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Mir kommt es fast unwirklich vor, obwohl Zufriedenheit bei einer Produktion auch dazu führen kann, dass man sich ewig mit Kleinigkeiten aufhält – und das Intro zu ´Burn Them All´ war in dieser Hinsicht echt tückisch!“ Space Chaser kommen sich zwar merkwürdig vor, weil sie schon ihr zehntes Jubiläum feiern, doch dieser Meilenstein spornt sie bloß weiter an. „Wir waren noch nie so aufgeregt und gefasst auf alles, womit uns das Schicksal konfrontieren mag“, versichern sie und wissen auch genau, was sie in Zukunft als Band wollen: „Die Weltherrschaft! Na ja, sozusagen halt… Ich schätze, jede Metal-Combo möchte einfach so groß werden wie möglich, da bilden wir keine Ausnahme. Vor allem hoffen wir, unsere Fangemeinde mit Give Us Life auch außerhalb Deutschlands vergrößern zu können. Einmal eine Platte bei Metal Blade zu veröffentlichen wäre uns im Traum nicht eingefallen, und außerdem wollen wir unbedingt touren, sobald das wieder möglich ist. Wir können kaum erwarten, Europa zum ersten Mal zu verlassen, und werden beweisen, dass wir internationale Standards erfüllen können.“

Top Tracks

Latest Videos

Media

Tour Dates

No shows booked at the moment.